Donnerstag, 28. Juli 2022

Zwischen zwei Barocktagen im Erzgebirge

 

Am Sonnabend, 16. Juli 2022 ging es los. Am Sonntag ist dann die erste Veranstaltung. So haben wir am Sonnabend noch Zeit und bummeln am Nachmittag durch Dresden. Mal nicht in Robe. Da ist es kein Wunder, dass uns niemand anschaut und auch um kein Foto mit uns bittet. Wir fahren mit der Straßenbahn bis zum Albertplatz in der Dresdner Neustadt, besuchen die alte Markthalle und im Café Venezia beim “Goldenen Reiter” lassen wir es uns bei einem Bier und einem Latte Macciato gut gehen. So richtig gut geht es uns aber nicht dabei: horrende Preise verderben etwas den Geschmack. Sind die hohen Preise wirklich gerechtfertigt? Über die Augustusbrücke und die Brühlsche Terrasse bummeln wir weiter, wie schon gesagt völlig inkognito. Abends treffen wir uns dann noch mit unserer Barockfreundin Gabi zum Abendessen im Coschützer Gasthof.








Sonntag, 17. Juli 2022

Heute Vormittag sind wir in Großsedlitz. 
50°57'09.0"N 13°53'22.4"E
Wir sind mit vielen Vereinsfreunden hier zu Gast bei der Braucommunity Weesenstein, die hier ein Sommerkonzert mit dem Großenhainer Gemeinschaftsorchester veranstaltet. Unser Verein ist das “Barocke Flair”. Es ist eine schöne Veranstaltung, ein schönes Konzert. Anschließend flanieren wir durch die barocke Gartenanlage und bieten für die Besucher willkommene Fotomotive.








Wir fahren dann am späten Nachmittag nach Bad Gottleuba und verbringen mit unseren Freunden Petra und Christian einen schönen Abend.

Montag, 18. Juli

Ulla hat heute zur Vorbereitung des am kommenden Sonntag stattfindenden Canalettofestes in Pirna zur Mittagszeit einen Termin und so fahren wir mit dem Linienbus nach Pirna.
Die Stadt wird immer attraktiver, schöne restaurierte Häuser und viele interessante Restaurants und Gaststätten. Allerdings auch mit einem gehobenen Preisniveau. Außer einer Gaststätte mit dem treffenden Namen “Zur armen Sau” bzw. “Zum Bettelmönch”.  Und hier war der “Reichsgraf mit Gattin” zwar fehl am Platze aber die “Tote Oma” für 5,90 € und das Bier mit 0,5 für 2,50 € hatten ihn gereizt und so bleibt noch etwas in der Schatulle um gegebenenfalls die Gemahlin mit schönen Dingen zu erfreuen.


 
Anschließend und auch etwas pflastermüde fahren wir wieder mit dem Bus nach Bad Gottleuba.
Zur Übernachtung fahren wir nach Hartmannsbach und stellen uns auf den Parkplatz zur Talsperre. Wir sind hier nicht die Einzigen, noch zwei kleine Busse mit jungen Leuten übernachten auch hier. “Park4Night” lässt grüßen.
50°50'28.6"N 13°55'30.7"E





Dienstag, 19. Juli 2022

Heute fahren wir nach Böhmen, wir wandern auf und in den Tissauer Wänden.
Zunächst halten wir am Duty Free in Petrovice. Kaffeepads gibt es hier günstig. Ein paar Roliks (Hörnchen) nehmen wir auch noch mit. An den leckeren belegten Weißbrotschnittchen kommen wir nicht vorbei.


Hinter der Touristenbaude (50°47'18.4"N 14°02'27.2"E) parken wir das Womo und dann geht es los. Als erstes bezahlen wir Eintritt am Kassenhäuschen (50 Kronen) und schon bald sind wir an zwei bekannten Felsformationen, dem Pilz und die Schildkröte. Weiter gehen wir oben auf der Wand, schön in der Sonne bei 34 Grad bis zum anderen Kassenhäuschen oberhalb der Kirche. Dabei gibt es immer wieder tolle Aussichten und schöne Fotomotive. Nach einer kleinen Mittagsrast gehen wir durchs Felsentor und vielen interessanten Felsgebilden und über Stock und Stein zurück zum Womo. Dieser Rückweg verläuft schön im Schatten der Felsen und an manchen Stellen ist es regelrecht angenehm kühl.










 
Das war eine schöne Wanderung und ich habe mich gefreut, dass ich ohne Kniebeschwerden diese Tour machen konnte.

Nicht weit von hier, unterhalb des Großen Schneeberges liegt der Ort Schneeberg. Hier gibt es einen schönen Wohnmobilstellplatz, auch mit Ver- und Entsorgung.
50°47'47.0"N 14°05'02.4"E



Hier bleiben wir über Nacht. Zum Abendbrot gehen wir in die nicht weit entfernte Grenzbaude. Gebackener Blumenkohl, Gefüllter Pfannkuchen und Schopskasalat

Mittwoch, 20. Juli 2022

Heute soll es noch heißer als gestern werden. Nach dem Entsorgen der Toilette fahren wir hinunter nach Teplice. Wir wollen hier, wenn es vormittags noch nicht so heiß ist, den Schlosspark besuchen. Die Fahrt dorthin ist schön, in Teplice ist es dann aber weniger schön: kein freier Parkplatz. Wir drehen zwei Runden um das Revier am Schlosspark und dann geben wir auf. Einmal wegen der zunehmenden Hitze und eben keine Möglichkeit unser Womo zu parken.
Also wieder zurück nach Deutschland. Den Campingplatz in Altenberg steuern wir an. Aber hier haben wir erst einmal Pech. Mittagspause - Mittagsruhe. So fahren wir nach Oberbärenburg und parken auf dem großen, fast leeren Parkplatz am Ortseingang.
50°47'37.6"N 13°42'44.5"E




Mittagszeit, das Berghotel Friedrichshöhe lud uns auf seine Terrasse ein. Bauernfrühstück und prima Salat mit Thunfisch - gut geschmeckt hat es.
Der Parkplatz bot keine Schattenspender und so fuhren wir nur wenige 100 m zum oberen Eingang zum Eiskanal Altenberg. Hier schauten wir uns den oberen Teil mit dem Damenstart an und dann relaxten wir im Schatten hoher Bäume. 





Während im übrigen Sachsen die Temperaturen um die 37 Grad lagen, hatten wir hier oben nur 29 Grad. 


Zum Übernachten fahren wir aber am späten Nachmittag wieder auf den großen Parkplatz nach Oberbärenburg. Und nach dem Abendbrot machen wir noch einen schönen Spaziergang durch den schönen Urlaubsort.

Donnerstag, 21. Juli 2022

In der Nacht hat es ganz schön gestürmt, wir mussten unsere Luken schließen. Aber heute morgen können wir wieder schön vor unserem Womo frühstücken.
Wir versuchen heute Morgen noch einmal unser Glück mit dem Campingplatz in Altenberg und es klappt auch.
50°45'58.3"N 13°44'45.2"E
Wir finden auch einen schönen Platz. 

Mittagessen gibt es vom Bistro im Galgenteichbad (Portion Pommes und Pita Italiano) und danach eine Runde um die Galgenteiche.




 
Am Nachmittag kam er dann - der Regen. Der brachte aber auch etwas Abkühlung. So waren es dann gegen 18 Uhr auch nur 19 Grad. Nachdem der Regen um Fünf etwas nachgelassen hatte waren wir so mutig und gingen zum Zentrum Altenbergs. Das erreichten wir nicht, der wieder einsetzende starke Regen stoppte uns am Bahnhof. Auch Warten nützte nichts und so gingen wir im Regen wieder zum Womo. Außer Regen nichts gewesen. Doch: Neben dem Bahnhof ist ein kleines Häuschen. Darin ist jetzt ein kleines Café und ein historisches Museum eingerichtet. Leider war alles geschlossen. Aber: Hier in dem kleinen Häuschen, das der Bahn gehörte, war einmal das Urlaubsquartier von Ulla mit ihrer Mutti. Wenn wir wieder mal in der Gegend sind statten wir dem Museum bestimmt einen Besuch ab. Mit Bildern vom damaligen Urlaub.


Freitag, 22. Juli 2022

Heute fahren wir über Glashütte nach Weesenstein.
50°56'02.6"N 13°51'49.9"E
Nach dem Mittagessen in der Schloßschänke besuchen wir in aller Ruhe das Schloss.






Am späten Nachmittag ist am Womo relaxen angesagt.

Sonnabend, 23. Juli 2022

Von Weesenstein nach Pirna ist es nicht weit. Nur wo Parken? Wir kennen aber eine, am Wochenende kostenlose, Parkmöglichkeit.
50°57'32.1"N 13°56'09.6"E
Wir unternehmen einen Stadtbummel und erkunden dabei die Orte des morgigen Geschehens.
Dafür erklimmen wir auch den Sonnenstein. Wir waren schon oft in Pirna, aber hier oben noch nie.


Ein Armutszeugnis: Der offizielle Womostellplatz von Pirna

Sonntag, 24. Juli 2022

Canaletto war in Pirna zu Besuch

Ja er war da und wir durften mit dabei sein.
Unser Hofnarr eröffnete mit seinen Plauder- und Zaubereien das Fest auf dem Markt und wir zeigten dem staunenden Volk unsere höfischen Tänze.
Doch dann der große Schreck!!!
Die Hofgesellschaft war eine Stunde früher als geplant auf dem Markt erschienen, doch unsere Tänzer flanierten in der Stadt!!!!

Mit Hilfe des modernen Sprachrohrs schafften wir es doch rechtzeitig, die hohen Herrschaften auf dem Markt in Pirna mit einem Tanz zu begrüßen. Danach war der Puls wieder etwas normaler.





Es war dann für unsere Mitstreiter auch noch genügend Zeit, sich 15.00 Uhr das Wasserballett auf der Elbe anzuschauen.

3 Tänzer hatten auch die Ehre in der Schlossschänke auf dem Sonnenstein Canaletto, seine Muse und Graf Brühl mit einem Menuett zu erfreuen.

Gemeinsam mit den Darstellerinnen vom Hofdamencirkel und Tänzern der höfischen Schlossgesellschaft Glauchau beendeten wir den Tag auf dem Marktplatz mit einem Tanz.

Welcher ein Anblick für den Hofstaat auf der Bühne und die Zuschauer davor.
40 Damen und Herren in historischen Roben tanzen im Gleichklang zur Musik.



 


Donnerstag, 14. Juli 2022

Ein barockes Wochenende in der Gluckstadt – Berching 8. bis 10. Juli 2022

  Über Barockfreunde aus dieser Stadt, erhielten wir eine Einladung nach Berching. Der dortige Verein der Gluckfreunde hatte ein kleines aber feines Fest zu Ehren des Geburtstages des Komponisten Christoph Willibald Gluck organisiert und vorbereitet.

Mit einem Willkommensimbiss, einem Akkordeonkonzert, einer Führung im Kloster Plankstetten, einer wundervollen Stadtführung mit Liebesschmerz und Eifersucht, einem abendlichen Diner, einer nächtlichen Feuershow und einem sonntäglichen Picknick im Kufferpark vergingen die 3 Tage viel zu schnell. Auch die Bürger von Berching  schauten und fragten sehr interessiert, warum wir mit unseren Gewändern durch die Stadt flanieren.
Wir kommen sehr gern im nächsten Jahr wieder!



Freitag, 27. Mai 2022

Wieder eine Woche unterwegs, Tschechien und Oberlausitz

 Am Freitag, 20. Mai 2022 geht’s los. Erst einmal zum Abend nach Bad Gottleuba, in die Pension “Am Goethepark” zu Petra und Christian. Hier verbringen wir einen schönen Abend und ich leiste mir ein “Gottleubaer Bauernfrühstück”.

50°51'06.0"N 13°56'55.2"E

Heute wurde schon bundesweit vor starken Unwettern mit Hagel und Tornadobildung gewarnt. Wir in Bad Gottleuba sind, bis auf wolkenbruchartigen Regen, verschont geblieben, während es andere Gebiete ganz schön erwischt hat.

Sonnabend, 21. Mai 2022

Heute beginnt nun unsere Woche “Urlaub” vom angestrengten Rentneralltag. Wir wollen wandern gehen und haben uns das Gebiet der Tissauer Wände in Tschechien ausgesucht. Es sind ja nur ein paar Kilometer von Bag Gottleuba zu fahren. Nach dem Passieren der Grenze besuchen wir erst einmal den Duty Free Shop in Petrovice. Unser Einkauf (nur etwas Kaffee, nimmt sich sehr bescheiden gegenüber den anderen Kunden aus. Tanken lohnt sich auch nicht, wir haben
gestern in Deutschland preiswerter getankt.
Bei der Fahrt durch Tissau sehen wir, dass die Parkplätze schon alle besetzt sind. Wir wollten an der Chata parken, dieser Platz war ebenfalls belegt. So war es also nichts mit dem Wandern durch die Tissauer Wände.
So fahren wir eben weiter und nach einer halben Stunde Fahrt durch die herrlich grünen Wälder gelangen wir nach Decin. Auch hier gibt es keinen Parkplatz, auf dem Großparkplatz an der Elbe ist Volksfest. So geht’s weiter bis wir in Krasna Lipa landen. Der dortige Übernachtungsplatz neben dem Friedhof scheint zwar schön ruhig zu sein, ist zur Zeit aber Lagerplatz für eine Baustelle.
50°54'36.4"N 14°30'16.4"E. Fahren wir eben weiter.

In Sankt Georgental Richtung Tollenstein stellen wir uns auf den fast leeren Parkplatz.
50°52'07.1"N 14°34'37.2"E

Wir rüsten uns für eine kleine Wanderung durch dieses “Wintersportareal”. Da aber kein Winter ist, ist das Angebot an geöffneten Restaurants sehr dürftig. Aber an der Talstation des Liftes zum Tannenberg werden wir fündig. Das Bistro hat geöffnet und so gibt es etwas typisch Tschechisches: Frittierten Käse mit Pommes und ein wohlschmeckendes Bier. Was will man mehr.
Wir finden einen schönen Weg, der uns in den Ort Georgental führt und auf eine Bank oberhalb einer Bergwiese genießen wir den Nachmittag. 




Weiter im Ort faszinieren uns die vielen, teils top in Ordnung gehaltenen Umgebindehäuser.

Nur knapp einen Kilometer von der Ortsmitte befindet sich ein Kalvarienberg hoch zum Kreuzberg. Sehr imposant.


Wieder am Womo angelangt ist schon Abendbrotzeit.

Ein schöner Tag, abseits vom sonstigen Ausflugsrummel.

Sonntag, 22. Mai 2022

Heute fahren wir wieder nach Deutschland. In Varnsdorf passieren wir die Grenze und nach einer halben Stunde Fahrt erreichen wir unser Ziel: Herrenhut. Wir wollten diesen Ort schon immer einmal besuchen aber sind immer vorbei gefahren. Durch Zufall entdecken wir den neugestalteten Parkplatz mit Womostellflächen am Ortsausgang.
51°00'46.7"N 14°44'53.0"E
Nun wollen wir den Ort und seine Geschichte erkunden. Und da gibt es viel zu entdecken. Fürs Mittagessen ist es noch zu früh und so laufen wir erst einmal durch den Ort. Gleich nach dem Parkplatz entdecken wir den Herrschaftsgarten. 



Durch ihn hindurch erreicht man das Schloss und die Kirche.

Jetzt wird es aber Zeit, etwas zur Geschichte Herrenhuts zu sagen:

Graf von Zinsendorf hatte mährischen Glaubensflüchtlingen einst Land von seinem Besitz abgegeben. 1722 wurde der erste baum für eine neue Ansiedlung am Hutberg gefällt. Sie sollte nicht nur unter der "Hut des Herren" sondern auch "für den Herren auf der Hut" sein. So entstand der Name Herrenhut.
Seit 1897 wird hier der Herrenhuter Stern gefertigt. 

Es war noch früh am Mittag und so besuchten wir den Gottesacker der Brüdergemeine.
Durch eine Lindenallee erreichen wir ihn. 6000 Gräber sind hier, die ersten wurden 1730 angelegt, mit Gräbern aller jener, die in der Herrenhuter Brüdergemeine lebten. Oberhalb des Gottesackers steht der Hutbergaltan - ein Aussichtsturm mit Rundblick über die Oberlausitz bis hin zum Iser- und Riesengebirge.





Zum Mittagessen besuchen wir den Hutbergkeller. Zunge mit Spargel. Einfach gut.

Jetzt ist es Zeit das Museum zu besuchen. Wir wollen noch einiges über die Geschichte Herrenhuts erfahren.


Am Nachmittag rüsten wir uns für eine Wanderung. Die führt uns am Denkmal der Fällung des ersten Baumes für den Aufbau der Gemeine 1722 vorbei über den Hengstberg hinunter zum Wasserschloss Ruppersdorf. Wir können es nur umrunden, es ist nicht zu besichtigen. Am Petersbach entlang gelangen wir zum nächsten Berg. Ein steiler Anstieg führt uns auf den Heinrichsberg mit der schönen Aussicht.






Nach einer halben Stunde sind wir wieder am Womo, pünktlich zum Abendbrot.

Montag, 23. Mai 2022

Sie hat geöffnet: Die Herrenhuter Manufaktur. Produktion und Schauwerkstatt und natürlich ein Verkauf der Herrenhuter Sterne. Nach wie vor werden die Sterne in Handarbeit gefertigt. Traditionell mit 17 viereckigen und 8 dreieckigen Zacken besetzt. Anschaulich wird die Geschichte der Sterne, der Brüdergemeine und der Stadt in der Ausstellung dargestellt.
www.herrenhuter-sterne.de




Wir verlassen das Haus genau wie die vielen Besucher auch mit einem Stern. Einen Roten, für Außen. In sieben Monaten wird er unseren Balkon zieren.

Weiter geht unsere Fahrt durch die Lausitz. In Ebersbach gibt es neben dem Freibad eine Entsorgungsstation, einen Obolus dafür entrichten wir an der Kasse des Bades.
51°00'34.0"N 14°35'53.2"E
Wir sind froh, dass wir hier entsorgen können, die Möglichkeiten dazu sind in dieser Region äußerst dürftig vorhanden. Fürs leibliche Wohl sorgt auch gleich der Imbiss im Bad mit Currywurst und Pommes.
In Bernstadt entdecken wir noch etwas Besonderes: Die Nabe der Erdachse. Der Bernstädter Markt wurde zur "Schmierstelle der Erdachse" erklärt, wie es übrigens auch das west-sächsische Pausa für sich in Anspruch nimmt, wo sich die Schmierstelle im Ratskeller und der Globus auf dem Rathausdach befindet.
51°02'51.2"N 14°49'35.9"E



Unser nächstes Ziel ist Sohland. Wir fahren durch den Ort bis zur Grenze hoch und stellen das Womo auf den Randparkstreifen der schmalen Hainspacher Strasse. Der Grenzübergang ist nur für Wanderer zugelassen. Somit ist hier oben kein Autoverkehr und wir werden weit ab von Häusern schön ruhig stehen.
51°01'42.8"N 14°23'31.2"E
Schönes Wetter, Sonne, angenehme Temperatur. Also ideales Wanderwetter. Los geht’s. Zuerst zur Prinz-Friedrich-August Baude, die natürlich heute am Montag geschlossen hat. Damit ist der Aussichtsturm auch nicht zu besteigen. Geöffnet ist hier nur am Wochenende. Wir wandern weiter. Alles ist so saftig grün, doch müssen wir auch eine große Stelle mit geschlagenem Holz durchqueren. Hier hatte der Borkenkäfer ordentlich gearbeitet. Nach einer halben Stunde erreichen wir den Grenzweg. Das ist unser Pfad, Pfad im Sinne des Wortes, über Stock und Stein. Immer entlang der Grenze zu Tschechien. Rätsel geben uns die großen Granitblöcke auf, die wie an der Schnur aneinander gereiht entlang der Grenze liegen. Wir sehen auch Bohrlöcher vom Steinbruch an ihnen, manche voll mit Moos bewachsen, manche scheinen neueren Datums zu sein. Kurz vor dem Grenzübergang begegnen wir einen Wanderer, der einen einheimischen Eindruck machte. Wir fragten ihn nach der Ursache der Steine. Ganz simple die Erklärung: Sie wurden 1990 an die Grenze abgelegt um den damaligen Autoklau über die Grüne Grenze zu verhindern. Was auch damit gelang.






Dienstag, 24. Mai 2022

Nichts, rein gar nichts hat uns im Schlaf gestört. Nur die Sonne hat uns heute Morgen geweckt. Zeitung zum Frühstück können wir hier nicht lesen, wir haben hier nur ein ganz, ganz langsames Internet.
So fahren wir erst einmal hinunter in den Ort zum Edeka-Markt. Der ist riesig, mit einem riesigen Angebot. Am Fleischstand sorgen wir gleich für unser Mittagessen - Linseneintopf Lausitzer Art, süßsauer.
Dann fahren nach Taubenheim an der Spree. Wir halten am Parkplatz Sonnenuhr. Hier steht die Granitsonnenuhr und hier beginnt der Sonnenuhrpfad. Denn Taubenheim ist das Sonnenuhrdorf. 46 Sonnenuhren kann man beim Begehen des über 8 Kilometer langen Pfades sehen.
Wir fahren zum Erlebnisbad und fragen, ob wir auf dem schönen Parkplatz vom geschlossenen Bad übernachten dürfen. Kein Problem. Zwei Probleme haben wir: Für den Sonnenuhrpfad fehlt die Sonne und für eine Wanderung regnet es. Nicht nur leicht, sondern sehr stark. So ist erst einmal Womozeit.
51°02'06.5"N 14°28'56.5"E
Nun hört der Regen auf und wir machen uns auf die Socken. Bergauf Richtung Grenze. Bald macht das Wandern aber keinen Spaß mehr. Riesige abgeholzte Flächen und durch die Maschinen zerstörte, schlammige Wege. Danach wird es besser und ein schöner Wanderweg führt uns wieder hinab nach Taubenheim. 





Auf dem Weg zum Womo laufen wir auf dem Sonnenuhrenpfad. Wo eine am Haus oder im Garten vorhanden ist, erläutert eine Infotafel die Geschichte und Funktion der Uhr.



Zum Abendbrot im Womo gibt es eine leckere Fischsülze (vom Edekafleischer). Und wieder Regen vom Himmel.

Mittwoch, 25. Mai 2022

Und wieder hat uns diese Nacht nichts gestört. So haben wir etwas später als sonst gefrühstückt. Das ist richtiges Urlaubsfeeling. Nur dass es jetzt anfing zu regnen. Trotzdem fahren wir in den Ort und suchen die älteste Sonnenuhr. Aber leider... Der Regen wird zu stark und da ist es ja ein Kuriosum, ausgerechnet eine Sonnenuhr zu suchen.
Wir fahren nun nach Rammenau.
51°09'34.0"N 14°07'45.8"E

Hier möchten wir im Park flanieren (in Zivil) aber besonders die Ausstellung “Drauf Geschissen” anschauen. Hierin geht es um die Geschichte der Toilette, die Befriedigung des nötigsten Bedürfnisses überhaupt. Sehr schön gemacht, sehr informativ. Das Geschäft ist neben Nahrungsaufnahme das Nötigste, was der Mensch braucht. Egal in welcher Kultur und Epoche.
Danach besuchen wir noch die Schlossräume und den Schlosspark mit den jetzt herrlich blühenden Rhododendronbüschen.








Die Zeit verging wie im Fluge und so gehen wir zur Ortsmitte in das Restaurant “Fichtestube”. Das ist in italienischer Hand. Schweinefiletmedaillons und Rumpsteak waren perfekt, Gracia mille! Ein Tiramisu für Ulla und für mich ein Grappa mussten auch noch sein.

Donnerstag, 26. Mai 2022 Himmelfahrt

Traditionsgemäß Biergarten Pension "Am Goethepark" in Bad Gottleuba. Mittagessen gab es aus dem großen Gulaschtopf. Kesselgulasch.
Danach unternahmen wir einen Spaziergang entlang des Poetenganges nach Berggießhübel. Hier war aber nichts los, bis auf den Imbiss am Ortseingang. Ein Bier und eine nette Unterhaltung mit einem älteren Paar. 
danach ging es auf dem Poetengang wieder in den Biergarten nach Bad Gottleuba. Es wurde noch ein schöner Abend.



Freitag, 27. Mai 2022

Nun ist unsere Rundfahrt wieder zu Ende. Wir sind wieder gut zu Hause angekommen.