Freitag, 16. Oktober 2026

Herbstreise 2026 mit dem Womo

 

Franken, Aschaffenburg, Wiesbaden, Weinstraße, Pfälzer Wald, Rhein, Schwarzwald, oberes Donautal, Ulm und Ludwigsburg. Wir haben uns viel vorgenommen, mal sehen ob es was wird.

 

Donnerstag, 24.09.2026

 

Heute starten wir am Vormittag Richtung Bayreuth. Für gutes Geld vollgetankt fahren wir durch heftigen Regen nach Weischlitz zum Globus. Hier ist unsere Mittagspause. Eine Semmel mit Räucherlachs für Ulla und eine mit Brathering für mich. Das reicht. In Bayreuth stellen wir uns auf den Parkplatz neben dem Hofgarten (49°56'25.2"N 11°34'37.1"E) und dann treffen wir uns mit unseren fränkischen Barockfreunden. Zuerst zu Café und Kuchen im „Nachtisch“ und danach bei „Oskar“ zu was Ordentlichen, zu Fränkischen Bratwürsten. Aller Ding sind drei, den Absacker gab es im neu eröffneten Brauhaus. Es war ein „gehaltvoller“ Tag mit viel Spaß und Freude.


Neues Schloss in Bayreuth

Freitag, 25.09.2026

 

Ziel für heute ist der Senftenberger Felsenkeller in der Nähe von Buttenheim. Doch ehe wir dort sind führt uns die Route an der Giechburg vorbei. Die wollten wir schon immer mal besuchen, heute machen wir es. Wir parken auf dem unteren Parkplatz (49°57'32.2"N 11°03'07.4"E). Nach einer Kurve des Weges hinauf zur Burg sehen wir erst einmal welche Steigung vor uns liegt. Die Puste wurde knapp und die Beinmuskeln spürten wir auch noch. Doch oben angelangt entschädigte uns die schöne Aussicht und das leckere Mittagessen mit Leberknödelsuppe und Schweinsbraten. Wer hat wohl was gegessen? Ich bin mir sicher, ihr habt falsch geraten. Der Abstieg war noch schlimmer als der Aufstieg, das ging ordentlich in die Knie und Oberschenkel.
(Auflösung: Ulla war der Braten, ich war die Supp)

 




Es war noch früh am Nachmittag und ebenfalls auf unserer Fahrtroute liegt Schloss Seehof. Da haben wir es auch gleich noch einmal besucht (49°55'42.5"N 10°57'04.7"E). Nach langer Bauzeit ist das Schloss nicht mehr eingerüstet, wir konnten es in voller Pracht bewundern. Nur die Wasserspiele an der rückseitigen Kaskade haben wir verpasst. Sie finden nur zu jeder vollen Stunde statt. Das Schlosscafé lockte uns mit einem Eis und so wurde es ein gemütlicher Nachmittag.

 





Nach einer halben Stunde Fahrt (durch Frankendorf mit vielen Fachwerkhäusern) erreichten wir den Senftenberger Felsenkeller (49°49'10.0"N 11°04'24.2"E). Mein Cousin Helmar stand schon dort und so ging es ohne Zögern in den Keller (hoch in den Biergarten). Bei gutem Bier und gutem Essen (Currywurst) vergingen so 3 Stunden wie im Fluge. Dann unten im Womo wurde noch weiter gequatscht und auch etwas getrunken und Pläne geschmiedet.

 

Sonnabend, 26.09.2026

 

Herrlich ruhig und lange geschlafen, das Bier von gestern hat dabei mitgeholfen. Nach dem gemeinsamen Frühstück starteten wir und fuhren nach Aschaffenburg. Der dortige Stellplatz war gut belegt, vor der Schranke fanden wir aber am Mainufer Platz (49°58'15.4"N 9°08'19.3"E). Wir hätten auch auf dem riesigen Festplatz noch genügend Platz gefunden. Am Nachmittag gingen wir über die Brücke in die Stadt, dabei ging es wieder den Berg hoch. Und dann erreichten wir die Innenstadt mit ihren Fußgängerzonen. Viele Leute waren hier unterwegs. Wir gingen zum Schloss Johannisburg und was war da? Vor dem Schloss war Weinfest. Wir schlängelten uns durch, spazierten ins Schloss und dann noch außen herum. Schön war der Main zu sehen und was lag unter uns? Ein Biergarten. Ein moderner Aufzug fuhr uns hinunter und dann gab es ein leckeres Bier. Wie liefen am Main zurück zur Brücke zu unserem Stellplatz, Abendbrot sollte es im Womo geben. 






Doch da rief uns der „Wilde Mann“. Wir hörten auf ihn und kehrten bei ihm ein. Höchstpersönlich vom Chef bekamen wir unseren Platz zugewiesen, wir hatten ja nicht reserviert. Der Stil, die höfliche Bedienung, der Service, das hatte etwas. Und die Preise waren moderat. Geröstete gefüllte, überbackene Zucchini mit frischem Salat hat Ulla gewählt und ich Semmelknödel mit Pilzrahmsoße und Bandnudeln garniert mit einem Salatteller war meine Wahl. Als es serviert wurde mussten wir Alles erst einmal bestaunen. Wir haben wahrscheinlich so gestaunt, dass der Chef noch einmal kam und fragte ob denn auch wirklich alles in Ordnung wäre. Und ob, das war Alles so köstlich angerichtet. Was man aus Semmelknödel und Soße alles so machen kann. Und der Geschmack, einfach köstlich.

 




Sonntag, 27.09.2026

 

Wiesbaden ist unser heutiges Ziel. Frankfurt lassen wir aus, wir wollen durch den Kurpark in Wiesbaden flanieren, der soll schön sein.
Doch Frankfurt lassen wir doch nicht ganz aus, wir besuchen die Aussichtsplattform auf den Flughafen. Glück gehabt, freien Parkplatz gefunden (50°02'15.1"N 8°36'11.1"E). So viele Leute pilgerten dort hin, Junge, Alte, Freaks mit riesigen Teleobjektiven, mit Hockern, Stühlen. Fast minütlich startet ein Flugzeug, hinten am Horizont sieht man die Lichter der landenden Maschinen. Vor der Plattform fahren die fahrerlosen Zubringerwagen vorbei. Ein tolles Erlebnis.

 


Nach Wiesbaden geht nun unsere Fahrt nicht mehr so zügig, Baustelle an Baustelle. Und manchmal auch gar nicht zu durchschauen, wo man lang muss. Doch dann haben wir es geschafft. Wir sind in Wiesbaden. Doch auch hier Umleitungen. Unseren ausgesuchten Parkplatz können wir nicht anfahren, sind plötzlich in der Nähe vom Spielcasino, es ist Stadtfest an diesem Wochenende, was tun? Abhaken, Wiesbaden ist abgehakt. So fahren wir wieder aus der Stadt hinaus, Richtung Süden. Wir landen für heute in Alzey. Stehen jetzt auf dem dortigen Stellplatz, mit VE (49°44'38.4"N 8°07'05.3"E). Ein Stadtrundgang führt uns zum Schloss, zu verschiedenen Märkten und dann landen wir beim Römer. Abendessen (wollten wir heute eigentlich im Womo). Aber so gab es Maultaschen für Ulla und für mich „Himmel und Erde“.


Auf dem Heimweg zum Womo kamen wir noch an einen gut gefüllten Offenen Bücherschrank vorbei. 3 Bücher wanderten mit ins Womo.

 

Montag, 28.09.2026

 

Die Nacht haben wir gut schlafen können. Unsere Befürchtung einer lauten Nacht hat sich nicht bewahrheitet, obwohl die Hauptstraße nur reichlich 30 m entfernt ist. Hier auf dem Alzeyer Stellplatz können wir am Morgen das Womo auch Ver- und Entsorgen.
Doch dann geht unsere Reise weiter. Bad Bergzabern ist heute unser Ziel. Wir fahren aber Landstraße, Zeit haben wir und es ist hier in der Weingegend viel romantischer. Die Fahrt führt uns durch Bad Dürkheim, Neustadt an der Weinstraße, Deitesheim und Landau. Auch vorbei am Schloss Homburg.
Am spätem Mittag sind wir in Bad Bergzabern und ergatterten uns den letzten freien Stellplatz (49°06'12.3"N 7°59'51.8"E). Mittagessen gab es heute asiatisch, Wantan-Suppe und knuspriges Hühnerfleisch mit viel Gemüse. Es ist Montag und nur gut, dass es diese „Ausländer“ gibt. Sonst würde das Mittageinkehren flachfallen. Und nicht nur das.
Wir spazierten bis zur Therme (Morgen!) und dem Kurpark. Es gab auch ein leckeres italienisches Eis. Erst gegen halb Sechs waren wir wieder am Womo. Und heute Abend gab es das Abendbrot am Womo – Reste essen.




Dienstag, 29.09.2026

 

Nach dem Frühstück fahren wir zur Therme in Bad Bergzabern. Parkplatz am Haus des Gastes ist kein Problem. 3 Stunden halten wir es im Bad aus. Das Becken wird deutlich leerer wenn die Kurgäste zu Mittagessen gehen. Am Nachmittag fahren wir nach Nothweiler. Wir stellen uns auf den Wanderparkplatz direkt an der Grenze zu Frankreich (49°03'57.4"N 7°47'43.5"E). 17 Uhr gehen wir dann zu Elsbeth und Ingo. In deren Ferienwohnung waren wir schon des öfteren zu Gast (das erste Mal vor 35 Jahren). Seit wir das Womo haben fahren wir fast jedes Jahr mal vorbei. Es war ein herzliches Wiedersehen bei Saumagen, Leberknödel, Bier und Wein. Verteilerli war auch mit dabei. Ein sehr gemütlicher Abend mit vielen Erinnerungen. Danke den Beiden.

 

Blick zur Wegelnburg

Gasthaus "Zur Wegelnburg"

Mittwoch, 30.09.2026

 

Ohne zu frühstücken fahren wir hinunter nach Bundenthal. Hier tanken wir 25 Liter Diesel zu 2,42 €. Mal sehen, was der Diesel morgen kostet nach Einführung des Tankrabatts. Bei Netto noch Brötchen und Bier geholt, gefrühstückt und dann ab nach Frankreich.
Über Weißenburg in Frankreich fahren wir übers Land nach Plittersdorf (wieder in Deutschland) zur Fähre am Rhein. Hier haben wir schon oft gestanden, Schiffe geguckt und auch übernachtet.
Doch heute? Kein Fährbetrieb wegen Niedrigwasser, völlig neu gestalteter Parkplatz (nur für PKW) und Schranke zu den Plätzen wo wir früher immer standen. Wir haben uns trotzdem auf den Parkplatz gestellt und sind in der schönen Sonne am Rheinufer spazieren gewesen. Doch kein Schiff kam.



Was soll’s, fahren wir eben woanders hin. So besuchten wir den Schlosspark vom Schloss Favorite bei Rastatt (48°49'20.6"N 8°14'12.5"E). Hier verbrachten wir einen schönen Nachmittag.




Als Übernachtung haben wir uns den Parkplatz am Sportplatz von Vimbuch bei der Park4Night-App ausgesucht (48°43'14.6"N 8°06'29.5"E). Und hier waren wir beim Italiener gut essen. Muscheln auf Spaghetti, eine ordentliche Portion.

 

Donnerstag, 01.10.2026

 

Obwohl die Autobahn in der Nähe war haben wir eine ruhige Nacht verbracht, gut geschlafen.
Heute geht es nun hoch in den Schwarzwald. Wir fahren durch Bühltal immer ansteigend hoch bis auf ca. 1000 m zur Schwarzwaldhochstraße. Seit langem müssen wir wieder mal die Scheibenwischer benutzen, es regnet. Und im Regen erreichen wir auch den Mummelsee. Wer hier oben lang fährt, der hält am Mummelsee (48°35'49.7"N 8°12'14.1"E). Und der Regen hört auf. Natürlich laufen wir um den See. 2013 waren wir schon mal hier. Die Nixe am Seeufer ist uns neu. Dort entdecke ich auch ein graviertes Messingschild: „Diese Figur wird überwacht“? Ist es nicht schlimm, dass man so ein Schild anbringen muss?




Natürlich sind wir auch in die dortigen Shops gegangen. Ein Steinholzofenbrot war dann unser Souvenir. Weiter auf der Schwarzwaldhochstraße, der Regen setzte wieder ein, fahren wir dann hinunter nach Baiersbronn, genau nach Buhlbach (48°31'33.1"N 8°15'45.6"E). Hier gibt es ein Museum Glashütte Buhlbach. Das möchten wir besuchen. Wir entdecken aber auch hier einen Gasthof, einen Forellenhof. Es ist sowieso Mittagszeit und so gehen wir erst einmal dorthin. Auf dem Parkplatz davor stehen Porsche, dicke BMW und im Gasthof alles sehr Edel, die Bedienung in Tracht. Und kein Platz frei. Lange zu warten war nicht so unser Ding und so kauften wir im Shop ein geräuchertes Lachsforellenfilet und wanderten damit wieder zu unserem Womo. Das wird unser Abendbrot. Unser Mittag bestand nun aus ein paar gebratenen Würstchen. Und einem Bier.






Nun aber in das Museum. 14:30 Uhr begann eine Führung. Da haben wir uns angeschlossen. Und so haben wir sehr viel Interessantes über die Hütte hier erfahren. Das war früher die „Boehringer-Champagnerflaschen-Fabrique“ Hier wurden erstmals 1827 Flaschen hergestellt, die bei der Flaschengärung nicht mehr zerplatzten. Erreicht wurde das durch den gewölbten Boden der Flasche. Hier wirkte auch ein Herr Öchsle, der Erfinder der Mostwaage. Damit wird das Mostgewicht, die Dichte des Traubenmostes gemessen. Das ist das Öchsle.

Wir erhielten auch einen Einblick in das Leben einer Glasmacherfamilie, sehr schön audiovisuell untermalt.




Bis zum Abendbrot unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang in das Tal der „Rechtmurg“ unterhalb des Forellenhofes. Die Rechtmurg verbindet sich mit der Rotmurg und fließt als Murg in den Rhein oberhalb von Rastatt wo wie Schiffe gucken wollten. S.o. Auf dem Rückweg zum Womo fing es aber zu regnen an.
Und dann gab es das Forellenfilet und das Speckbrot zum Abendessen. Und ein Bier. Und hinterher einen Zubrovka. Alles war gut, nur der Zubrovka ist alle.

 

Freitag, 02.10.2026

 

In der Nacht hat es ganz schön geregnet. Am Morgen kam aber wieder die Sonne heraus. Nebel hing noch in den Bergen, der Wald „dampfte“.



Nach dem Frühstück fahren wir nach Baiersbronn. Tanken und Einkaufen. Trotz Tankrabatt und Vormittag für 2,35€ Diesel getankt. 25 Liter reichen erst einmal.
Unser Ziel ist Freudenstadt, der Womostellplatz am Panoramabad (48°28'17.3"N 8°24'45.0"E). Alles neu gebaut. Kassenautomat defekt, bezahlen in der Touristinfo am Markt.
Also gehen wir erst mal in die Stadt. Bald stehen wir auf dem Marktplatz. Gewaltig und schön. Quadratisch gut, jede Seite ca. 260 m lang. Umsäumt von hübschen Häusern, jedes mit Arkaden versehen. In den Häusern die verschiedensten Geschäfte, Budiken, Restaurants, Cafés. Schön zum Bummeln. Auf dem Markt das Postgebäude mit dem „Turmbräu“. Das ist ein uriges Restaurant, schön eingerichtet. Das Richtige für uns zum späten Mittagessen. Wirsingkohlroulade und Gulasch waren unsere Wahl. Beides hat hervorragend geschmeckt.
Der Verdauungsspaziergang war dann eine Runde um den Markt. Da kam 1 km zusammen.



Als wir wieder am Womo waren entschlossen wir uns zur Weiterfahrt. Wir leerten noch die Toilette und den Abwassertank und fuhren durch den schönen Schwarzwald. Durch Alpirsbach mit der Klosterbrauerei fahrend, vorbei an Schiltach (waren wir vor 3 Jahren) erreichten wir unser Ziel. Das ist für heute das Freiluftmuseum Vogtbauernhof bei Haslach. Das besuchen wir aber erst morgen, der große Parkplatz ist für heute unser Schlafplatz (48°16'09.4"N 8°12'06.0"E).

 

Sonnabend, 03.10.2026

 

Noch vor 11 Uhr sind wir am Freilichtmuseum. Als erstes besuchen wir den Vogtshof aus dem Jahre 1612. Ein gewaltiges Anwesen. Wir können in jeden Raum schauen, bis unters Dach steigen. Wir bekommen einen Einblick, wie die Lebensverhältnisse im 17. Jhd. hier im Schwarzwald waren. Auch die anderen Höfe und Anwesen waren sehr interessant. In ihnen wurde teilweise bis in die heutigen 70iger Jahre gewohnt und gewirtschaftet.
Nach 2 Stunden war es Zeit für das Mittagessen, es gab Flammkuchen. Danach besuchten wir die zweite Hälfte des Museums. Wir konnten wirklich mit allen Sinnen erleben, wie hier im Schwarzwald einst gewohnt, gelebt und gearbeitet wurde.
Reichlich 4 Stunden hat unser Besuch gedauert. Am Ende gab es aber noch etwas Besonderes: Ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte.

 











Wir brauchen für heute noch einen Übernachtungsplatz. Schiltach ist nicht weit entfernt. Hier waren wir schon einmal. Es ist eine schöne kleine Fachwerkstadt. Und es gibt am Ufer der Kinzig einen kleinen Stellplatz für Wohnmobile, sogar kostenlos. Wir bekommen noch einen Platz und hier werden wir eine ruhige Nacht haben (48°17'28.0"N 8°20'33.0"E).




 

Sonntag, 04.10.2026

 

Nach dem Frühstück fahren wir nach Rottweil. Schon sehen wir einen riesigen schlanken Turm. Es ist der Elevator Testturm. Der 246 m hohe Turm bietet optimale Bedingungen für die Erprobung und Zertifizierung neuer Aufzugsysteme. In 232 m Höhe befindet sich Deutschlands höchste Aussichtsplattform. Und da wollen wir hoch (48°10'47.6"N 8°37'32.7"E).
Der Andrang ist nicht groß, wir können gleich hochfahren. Mit 8 m/sec sind wir in 30 sec oben. Lautlos und schnell, vollkommen normal. Auf der Plattform trennen einen nur die Glasscheiben von der Tiefe. Der Stuttgarter Fernsehturm ist zu sehen, das Schloss Hohenzollern und bei guter Sicht soll man auch die Alpen sehen. Unter diesen Link ist Alles über den Turm zu erfahren: https://testturm.tkelevator.com/global-de/






Nach diesem Erlebnis fahren wir nach Rottweil zum Womostellplatz (48°09'19.3"N 8°37'43.4"E). Anderthalb Kilometer müssen wir in die Innenstadt laufen. Wir kommen dabei aber an einem Restaurant vorbei, d. h. Wir kommen nicht vorbei und nehmen auf der Terrasse Platz. Es ist ein Italiener. Ravioli und Penne.

Gesättigt erreichen wir über die Hochbrücke (stammt aus dem 12. Jhd.) die Innenstadt. Viele Cafés aber zum Mittagessen finden wir bis auf italienisch und asiatisch eigentlich nichts. Da waren wir doch froh schon gegessen zu haben. Ein trauriges Bild für die deutsche Küche.
Das Stadtmuseum hat geöffnet und so erfahren wir Interessantes über die Stadtgeschichte.

Mit einem Rottweiler








Wir gehen noch zur Neckarline, der 606 m langen Hängebrücke in 60 m Höhe über dem Neckartal. Sie verbindet die historische Altstadt mit dem Berner Feld, dort wo der Testturm steht.




Und dann sind wir zurück zum Womo. Ich hatte gerade die Stühle hinter dem Womo aufgestellt, fing es an zu regnen. Also wieder eingepackt.
Heute haben wir uns das erste Mal Strom genommen um alle unsere Geräte aufzuladen.

 

Montag, 05.10.2026

 

In der Nacht hatten wir ein schönes Gewitter, es hat auch ordentlich der Regen aufs Womodach getrommelt. Nach dem Frühstück, inzwischen schien auch wieder die Sonne, haben wir wieder das Womo versorgt, auch 50 Liter Wasser getankt.
Heute sind die Quellen dran. Die erste ist in Schwenningen. Hier gibt es einen großen, kostenlosen Womostellplatz, unweit von einem schönen Park (48°03'01.3"N 8°32'05.4"E). Hier war 2010 eine Landesgartenschau. Wir spazierten bei strahlenden Sonnenwetter durch den Park und kamen an die erste Quelle. Die Neckarquelle. Sie wurde zu der Landesgartenschau neu gefasst.



Nun zur zweiten Quelle nach Donaueschingen. Am Sportzentrum ist ein Womostellplatz, doch Vorsicht! Wir haben gerade noch eine Stelle gefunden, über der kein Kastanienbaum ragt (47°56'50.7"N 8°30'44.0"E).
Durch einen schönen Park, vorbei an einem großen Teich mit Schwänen und Enten erreichen wir die zweite Quelle. Die Donauquelle. Sie befindet sich neben dem Schloss, fliest dann als Donau unterirdisch nach 100 m in die Brigach. 




Aber erst am Zusammenfluss von den beiden Flüssen Brigach und Breg wird die Donau daraus.

„Brigach und Breg bringen die Donau zu Weg“

Nur gut, dass wir im Womo noch etwas gegessen haben, ein regionales Restaurant haben wir in Donaueschingen nicht entdeckt.

Im Café Reiter gab es dann für Ulla ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte und für mich einen Schwarzwälder Kirscheisbecher.

 So gestärkt spazierten wir durch den wirklich schönen Park wieder zurück. Aber an unserem Womo vorbei und erreichten nach 500 m den Zusammenfluss von Brigach und Breg zur Donau.

 




Abendbrot gab’s im Womo und jetzt ist Feierabend.

Dienstag, 06.10.2026

 

Keine einzige Kastanie traf unser Womo. Aber in der Nacht wurde es kalt. Früh waren es nur 11°C im Womo, außen 6°C. Und Außen war Nebel, die Sonne bahnte sich aber ihren Weg. Kurze Zeit nach Einschalten der Heizung blinkte sie Rot: Gas ist alle. Gut das das nicht nachts passierte. Nach Wechsel der Gasflaschen wurde es dann schnell warm und Kaffee und Tee konnten gekocht werden.

Heute möchten wir etwas an der Donau wandern. Wir fahren Richtung Immendingen und stellen uns dort auf den Parkplatz am Donauufer (47°56'09.2"N 8°45'58.9"E). Doch die Donau ist weg, kein Wasser, ein trockenes Flussbett. Wir sind an der Donauversickerung. Über 150 Tage im Jahr ist hier die Donau einfach weg. Das Wasser versickert in tiefere Gesteinsschichten und fließt unterirdisch nach Süden (12 km) und quillt im sogenannten Aarloch wieder hervor und fließt in den Rhein. Also führt der Rhein Donauwasser. Doch in Tuttlingen, hier stehen wir neben der Donau auf dem Womostellplatz, ist wieder Wasser im Flussbett. Es wurde ein unterirdischer Kanal gebaut, der verhindert, dass nicht alles Wasser versickert.




Wir wandern ab der Versickerungsstelle auf dem Radweg ca. 1,5 km flussaufwärts und gehen über eine Brücke. Hier ist noch Wasser vorhanden. Bei einem Radlerrastpunkt gibt es Pommes für uns und dann laufen wir auf der anderen Seite der Donau, als flussabwärts. Nach einem halben Kilometer führt die Donau immer weniger Wasser. Und dann ist Schluss. Die Wanderung kann man in der Donau fortsetzen.




Erst in Tuttlingen sehen wir dann wieder Wasser in der Donau. (Stellplatz: 47°59'05.3"N 8°48'45.9"E)

Am späten Nachmittag gehen wir in die Stadt, bummeln an den vielen Geschäften entlang (nicht hindurch!) und finden dann ein deutsches Restaurant. Das Gasthaus Engel. Gutes Bier, regionales Essen (Schlachteplatte mit warmer Blut- und Leberwurst und ordentlich Sauerkraut) und einen Kellner, den man auch als Original bezeichnen kann.

Erst 20 Uhr waren wir wieder am Womo.
Nach dem Essen gab es ein Kirschwasser, dann ging es uns gut.

 

Mittwoch, 07.10.2026

 

Heute Morgen können wir uns Zeit lassen. Erst 11.44 Uhr fährt der Zug nach Sigmaringen. Das ist die Linie durch das obere Donautal. Es ist eine sehr schöne Fahrt. Zu beiden Seiten die hohen Felsen, grandios wie sich die Donau ihren Weg bahnte. Bei der Einfahrt nach Sigmaringen fällt einen sofort das gewaltige Schloss der Hohenzollern auf.
Durch den Prinzenpark gehen wir vorbei am Marstall in das Stadtzentrum. Wir schauen auch nach einem Restaurant mit deutscher, hier schwäbischer Küche. Kurz gesagt, wir haben keines gefunden. Doch da sehen wir den Gasthof Donau. Stämmige Männer, scheinbar gut gesättigt, kommen gerade heraus und so gehen wir hinein. Und sind virtuell in Griechenland. Ja, so ist das auf der Suche nach einem deutschen Restaurant. Aber es hat hier sehr gut geschmeckt. Die Leber war hervorragend. Und der Ouzo auch.
Die nächste Stunde bummeln wir an der Donau entlang, beobachten die Schwäne und haben einen schönen Blick auf das Schloss.
Der Zug zurück ist fast leer, ungehindert können wir uns der schönen Landschaft widmen.







In Tuttlingen bummeln wir noch etwas durchs Zentrum. In einem Trödelladen erstehe ich ein Souvenir, einen gläsernen Bierhumpen mit Deckel. Passt gut zu meinem Barockambiente.


Jetzt ist es 20 Uhr, Regen setzt ein. Morgen soll es ja auch regnerisch sein, das Wetter wird sich wohl ändern. Bis jetzt war es ja ein ausgesprochen freundlicher Herbst.

 

Donnerstag, 08.10.2026

 

Wir saßen zum Frühstück und da fing es an zu regnen. Dieser Regen sollte uns nun den ganzen Tag begleiten. Wir entsorgten noch die Toilette und dann machten wir uns auf den Weg nach Bad Urach in der Schwäbischen Alb.  Es war eine schöne Fahrt durch eine schöne Gegend, aber immer durch den Regen. Rund um die Therme dann in Bad Urach nur Baustelle. Der Womostellplatz ist auch verlegt wurden, wir haben ihn aber gefunden (48°29'51.9"N 9°22'28.6"E). Wie geht es nun von hier in die Therme? Der Weg, so konnten wir sehen, führt über und durch die Baustellen. Einen knappen Kilometer bis zur Therme. Und der Regen hörte nicht auf. So strichen wir den Besuch der Therme. Unsere Reserven im Womo boten ein kleines Mittagsbrot und dann fuhren wir weiter nach Beuren.  Nach 20 min Fahrt waren wir dort und stellten uns gleich auf den Stellplatz. Der ist nur 100 m vom dortigen Thermalbad entfernt (48°33'57.0"N 9°23'43.8"E).
Das Einchecken erfolgt mit Kennzeichenerfassung, dann QR-Code an der Stromsäule scannen und seinen Code vom Einfahrticket eingeben. Dann ist man erfasst und kann per PayPal z.B. buchen. Dabei habe ich dann etwas versemmelt, die Hotline hat mich vertröstet und ich soll es später noch einmal versuchen.
So sind wir erst einmal Baden gegangen. Und das hat uns gefallen. Die Duschen separiert durch kleine Türen und dann empfingen uns verschiedene Becken. Wir fingen mit dem 36°C Becken an. Massagedüsen an der Wand, doch alle belegt. Und da klärte uns eine Dame auf und erläuterte das Prinzip: Vorn am Einstieg ist die Düse 1, dort fängt man an. Und nach 30 sec wird an einer Tafel mit Pfeilsymbolen angezeigt, dass man zur nächsten Düse weiter rücken soll. Und das funktioniert! So haben wir uns mit allen verschiedenen Düsen massieren lassen können. Prima.
Im Außenbecken funktionierte das auch so, nur sagte vom Beckenrand hinter einem eine leise Stimme: Bitte weiterrücken.
Als wir gehen wollten begann im inneren großen Becken die Wassergymnastik. Da machten wir mit. Der Trainer war ein Schwabe, sein Dialekt natürlich auch. Sehr lustig.
Nach diesem schönen Badeerlebnissen funktionierte auch unsere Buchung des Platzes.
Der Regen hatte auch nachgelassen, doch setzte er immer mal wieder ein.



Freitag, 09.10.2026

 

Heute Morgen lachte wieder die Sonne. Nach dem Frühstück wurde wieder entsorgt und dann ging unsere Reise weiter. Asperg bei Stuttgart ist unser nächstes Ziel. Nach knapp einer Stunde Fahrt, dieses mal wieder über die Autobahn, waren wir in Asperg. Wir gingen aber erst einmal Einkaufen. Vom Parkplatz sahen wir schon, wo wir hinwollten.
Wir sehen oben die Festung Hohenasperg. Dort oben gibt es das Museum Hohenasperg – Ein deutsches Gefängnis.
Einblicke in das Leben von 23 Gefangenen gibt die eindrucksvoll inszenierte Ausstellung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg im Museum Hohenasperg. Die Festung galt lange weit über Württemberg hinaus als das politische Gefängnis schlechthin – als ein deutsches Gefängnis. Der Hohenasperg wurde “Demokratenbuckel” oder “Tränenberg” genannt. Viele tausend Menschen waren dort über die Jahrhunderte hinweg unter Verschluss. Manche mussten für ihre politische Überzeugung büßen, andere waren schlicht in Ungnade gefallen oder wurden Opfer rassischer Verfolgung. Und wieder andere hatten gestohlen, betrogen, Menschen getötet.
Auch heute noch ist hier eine JVA.
Wir fuhren den steilen Berg zur Festung hinauf, der Parkplatz (48°54'35.7"N 9°08'06.9"E) war voll belegt, teils auch mit Baufahrzeugen. Keine Chance hier zu parken. Aus mit dem Besuch des Museums. So wendeten wir und fuhren zum nächsten Ziel. In Benningen gibt es einen Stellplatz der in der Beschreibung gut klingt. Wir brauchen nur 15 min und stellen uns dort hin. Kostenlos (48°56'44.6"N 9°13'59.4"E).
Wir spazieren noch etwas entlang der Bahnlinie, sammeln Walnüsse und dann setzt auch schon wieder Regen ein. Abendbrot gibt es heute im Womo. Rührei mit Speck und Zwiebeln. Ist eben heute mal ein „gameliger“ Tag.



 

Sonnabend, 10.10.2026

 

Heute müssen wir in Ludwigsburg sein. Die dortigen „Höfischen“ haben zu einer Redute, zu einer Zusammenkunft geladen. Wir haben Glück, auf dem Womostellplatz (48°53'38.8"N 9°11'48.3"E) macht eben ein Womo den Stellplatz frei. Es gibt hier nur 7 Stellplätze. Für den Touristenschwerpunkt eigentlich viel zu wenig. Wir haben noch viel Zeit bis zu unserem Treffen und spazieren erst mal in die Innenstadt. 


Mit dem Ziel, etwas Regionales zum Mittagessen zu finden. Auf dem Marktplatz gab es ein tolles Angebot an marktüblichen Waren, Obst und Gemüse waren Top. Unter den vielen Gaststätten in der Innenstadt fanden wir nach langem Suchen auch eine Regionale, Region Thailand. Nix Deutsches, Nix Schwäbisches. Es war aber lecker, die Bestellung voll digitalisiert, hat aber funktioniert.

Danach ging es zum Womo. Umkleiden und nun waren wir andere Personen. Höflich grüßte man uns, machte Platz.


 
Die höfische Gesellschaft war bald vollzählig und so gab es ein Gruppenfoto vor dem Schloss. Durch den Schlosspark flanierten wir zum Parkcafè. Die Gastgeber hatten ein schönes Programm vorbereitet, es gab auch genügend Gelegenheit zur Unterhaltung, zum Austausch über das Hobby Barock. Und es gab ein leckeres Buffett. Wirklich alles ganz liebevoll organisiert. Musikdarbietungen und zwei Tanzrunden vollendeten den Abend. Die Zeit verging wie im Fluge. Halb Eins waren wir wieder am Womo. Und da ging es dann in die „Falle“.

 

Sonntag, 11.10.2026

 

Wir frühstückten noch im Womo und dann machten wir uns fertig zum Start auf die große Heimfahrt nach Chemnitz. In zwei Etappen wollen wir fahren. Wir möchten auch unterwegs noch etwas kennenlernen.
Dazu machten wir in Öhringen mal Pause. Am Schlosspark parkten wir (49°11'52.5"N 9°30'07.3"E). Vor uns hatten wir das Schloss, hinter uns das Hoftheater. Gepflegte Parkanlagen und schon waren wir in der kleinen mittelalterlichen Stadt. Wir gingen auch in die Stiftskirche und liefen dann durch enge Gassen mit hübschen Häusern. Die erste Gaststätte auf die wir trafen war, man glaubt es kaum und entgegen unserer bisherigen Erfahrungen, ein deutsches Restaurant mit regionaler Küche. Maultaschen z.B. Leider passte es heute nicht so in unseren Reiseplan und so verzichteten wir auf eine dortige Einkehr. Durch den schönen Park wieder zurück gingen wir zum Womo. Gerade rechtzeitig und so waren wir vor einem mächtigen Regenguss im Trockenen.





 
Bald darauf setzten wir unsere Reise fort. Programmiert war Hirschaid unterhalb von Bamberg. Das waren reichlich 2 Stunden Autobahnfahrt dorthin. Nach 16 Uhr sind wir dort angekommen, auf dem Womostellplatz waren genügend Plätze frei (49°48'42.6"N 10°59'10.3"E).
Gegen halb Sechs Uhr gingen wir in den Brauereigasthof Kraus. Die Uraltchefin wies uns einen Platz zu und fing ein Gespräch an. Ich verstand nur die Hälfte, hatte auch meine Hörgeräte vergessen. Aber trotzdem bekam ich mein Bier und eine gut bestückte Schinkenplatte, gemischt mit gekochten und rohen, geräucherten Schinken. Ulla bekam ihr knuspriges Karpfenfilet. Danach waren wir satt. Der Schinken ist noch das Abendbrot für Morgen zu Hause. Das war das letzte Abendbrot auf unserer langen Reise durch die süddeutschen Lande. 


 

Montag, 12.10.2026

 

Nach einer entspannten Fahrt sind wir am frühen Nachmittag wieder in Chemnitz angekommen.
1710 km lang war die zurückgelegte Strecke.