Unsere
Erlebnisse mit der MS Duoro Spirit
Montag 6. Juli
2026
Pünktlich 3.45
Uhr werden wir von zu Hause mit dem Taxi abgeholt , nehmen noch 4 Gäste aus
Chemnitz mit und fahren zur Raststätte Auerswalder Blick. Dort wartet der Bus
von Lang Reisen und bringt uns pünktlich zum Flughafen nach Berlin. Wir als
Nichtflieger haben hier den ersten Stress beim unpersönlichen Einchecken am
Monitor. Der Drucker hat kein Papier mehr! Doch irgendwie haben wir dann doch
alle Papiere für den Flug. Nun noch das Gepäck scannen und auf das richtige
Laufband legen. Das ist dann auch geschafft. Anschließend die Suche, wo geht es
zum Sicherheitscheck? Aha da ist eine Menschenschlange, dort muss es sein!
Irgendwann geht es bei uns durch die Schleuse und bei Achim piept es. Ach so,
die Hosenträger und das Knie haben sich gemeldet. Doch warum landet unser
Handgepäck auf einem separaten Band? Oh meine Thermosflasche ist irgendwie
verdächtig und so kommen zwei vollbewaffnete Personen von der
Sicherheitspolizei. Nach einer Geruchsprobe an dem Rest unserer Limonade dürfen
wir dann in den Wartebereich.
Der Flug nach Frankfurt startet fast pünktlich.
Anflug auf Frankfurt
In Frankfurt suchen wir dann unser Gate
für den Weiterflug nach Porto und etwas zu Essen und Trinken. Die Preise sind heftig, aber das
Bier, der Kaffee und die Würstchen haben doch geschmeckt. 20 Minuten vor dem
Weiterflug kommt die Durchsage, dass der Flug von einem anderen Gate startet.
Also Handgepäck geschnappt und das Gate gesucht. Dort angekommen wieder eine
neue Information… der Flug startet doch noch von einem anderen Gate. Also
wieder zurück und dann warten wir noch weitere 45 Minuten bis es weiter geht.
Im Flugzeug bekommen wir die Information, dass unser ursprünglicher Flieger ein
technisches Problem hatte und es ca. 45 Minuten braucht, um einen Ersatzflieger
startklar zu machen.
So kommen wir mit einer Stunde Verspätung in Porto an, aber dann funktioniert alles reibungslos und wir landen endlich auf unserem Schiff.
Nach der Begrüßung und Einweisung finden wir unser Gepäck vor der Kabine. Hurra, alle 2 Koffer sind da!
Gegen 20 Uhr gibt es endlich was zu essen und zu trinken.
Danach noch schnell aufs Deck, ein paar Fotos machen und dann in die Kabine.
Es war ein langer Tag und so schlafen wir schnell ein.
Dienstag, 7. Juli 2026
Wir werden von einem sanften Brummen geweckt und als wir die Vorhänge in der Kabine öffnen, fahren wir schon auf dem Duoro. Es ist einfach herrlich im Bett zu liegen und die Landschaft zu beobachten.
Nach dem Frühstück genießen wir auf dem Oberdeck die stille, sanfte Fahrt auf dem Fluss. Ein Höhepunkt ist die Einfahrt in die „Carrapatelo Schleuse“. Sie wurde in der Zeit von 1964-1971 gebaut und der Höhenunterschied beträgt 35 Meter. Sie ist damit die höchste Schleuse in Europa. Einfach ein gigantisches und atemberaubendes Gefühl und Erlebnis dort in der Schleusenkammer zu sein.
Nach dem
Mittagessen beginnt unser Ausflug zum barocken Mateus Palast. Die Parkanlage um
den Palast ist immer noch im französischen Stil zu besichtigen. Wir haben
genügend Zeit um uns umzuschauen, aber in der Hitze suchen wir eigentlich nur
Schatten. Es gibt auch eine Führung durch den Palast mit einem Audioguide. Sehr
unpersönlich und schnell wird man hier durchgeschleift.
Anschließend
fuhren wir noch zum Abendessen zur Quinta da Avessada. Das interessanteste war
dann aber die Heimfahrt über viele Serpentinen von 600 m Höhe hinab zum Fluss.
Mittwoch, 8.
Juli 2026
Heute Vormittag haben wir wieder Zeit, die Landschaft vom Schiff aus zu genießen. Nach den Eukalyptusbäumen sehen wir nun viele Weinterrassen, wo auch die Trauben für den bekannten Portwein angebaut werden.
Am Nachmittag besuchen wir das Castelo Rodrigo. Beeindruckend ist die Ruine wegen seiner Schönheit und der Vollkommenheit seiner Häuserzeilen innerhalb der Verteidigungsmauern. Leider ist es sehr heiß, die Wege holprig und wir haben wenig Zeit den Ort genauer anzuschauen. Heute leben noch ca. 50 Personen dauerhaft in dem Ort.
Diese Gegend ist auch bekannt wegen dem Anbau von Mandelbäumen und so landet als Mitbringsel natürlich eine Tüte Mandeln Gourmet in unserer Tasche. Ein Magnet als Erinnerung darf natürlich auch nicht fehlen.
Am Abend entspannen wir beim Bier und Caipirinha auf dem Oberdeck, genießen die Ruhe, die Landschaft und den Sonnenuntergang. Einfach traumhaft!
Donnerstag 9.
Juli 2026
Heute müssen wir zeitig aufstehen und stellen unseren Wecker auf 6.00 Uhr, denn 8.00 Uhr beginnt der Ausflug nach Salamanca. Die Fahrt führt uns 2 Stunden über die Hochebene nach Spanien. Hier wird vor allem Viehzucht betrieben und die Reiseleiterin erklärt uns die unterschiedliche Qualität vom Schinken des iberischen Schweins. Die beste Qualität ist schwarz gekennzeichnet. Das bedeutet, dass die Schweine nur Eicheln fressen. Da kostet ein Kilo mal so locker 300€. Die zweite Qualität ist nach meinen Erinnerungen rot gekennzeichnet und die Schweine fressen einen Mix aus Eicheln und anderem Futter. Da kostet das Kilo dann ca. 60€. Beim Mittagessen konnten wir ihn dann kosten und er war wirklich sehr lecker. Aber ich denke, dass man uns die zweite Qualität serviert hat. Mitgenommen haben wir aber keinen, denn es war einfach für uns zu heiß. Apropo Temperaturen in Portugal! Für Portugiesen sind 15 Grad kalt, bis 39 Grad warm und ab 40 Grad heiß!!! In Salamanca waren es 36 Grad im Schatten.
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| Seht Ihr den Astronauten? |
Nach einer interessanten Stadtführung gab es ein Mittagsbüffet, mit sehr leckeren spanischen Tapas/ kleinen Speisen und anschließend eine tolle Flamenco Show. Da konnte man das spanische Temperament und die Leidenschaft wunderbar erleben.
Unsere Freizeit nutzten wir, um im Schatten noch ein kühles Bier auf der Einkaufsstraße zu genießen.
Am Abend wurden wir an Bord noch mit einem portugiesischen Abendessen verwöhnt. Zum Ausklang saßen wir wieder auf dem Deck mit einem kühlen Getränk.
Freitag 10.
Juli 2026
Heute können
wir entspannt das reichhaltige Frühstücksbüffet genießen, denn unser Ausflug
beginnt erst nach dem Mittagessen.
Auf unserer Fahrt passieren wir die „Valeira Schleuse“. Dort werden wir 33
Meter hinab geschleust. Das erleben wir recht hautnah am Bug des Schiffes und
bekommen auch prompt eine Dusche beim Verlassen der Schleuse. Vorher passieren wir noch die niedrigste Brücke über den Duoro.
Am Nachmittag beginnt unser Ausflug zum Bahnhof nach Pinhao. Der ist berühmt für seine Wände mit Bildern aus Fliesen, auf denen verschiedene Szenen vom Leben am Duoro aus vergangenen Zeiten zu sehen sind. Sie entstanden ca. 1900 mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Porto bis nach Salamanca. Heute gibt es nur noch die Verbindung bis nach Pinhao.
Am Abend sind wir zum Kapitäns- Cocktail und Gala Abendessen eingeladen und nun wird die lange Hose für Achim Pflicht. Aber auch das übersteht er perfekt und das Essen ist wie jeden Abend sehr lecker. Wir genießen auch sehr den aufmerksamen Service an Bord.
Samstag 11.7.
2026
Unser heutiger Ausflug führt uns nach Lamego. In der Altstadt besichtigen wir die gotische Kathedrale mit ihrem Kreuzgang und sehen wunderschöne alte barocke Herrenhäuser. Aber beeindruckend ist der barocke Treppenaufgang zur Wallfahrtskirche. 650 Stufen kann man hinauf oder hinunter gehen. Wir lassen uns aber vom Busfahrer chauffieren, als Reichsgraf läuft man doch nicht!
Zum Mittagessen sind wir wieder auf dem Schiff und unsere Reise geht langsam zu Ende und zurück nach Porto. Noch einmal erleben wir die grandiose Schleusung durch die „Carrapatelo Schleuse“. Dieses Mal 35 Meter abwärts und genießen die Landschaft links und rechts entspannt auf dem Oberdeck.
Nach dem Abendessen erreichen wir Porto und unsere Reiseleiter erklären uns wichtige Bauten. 6 Brücken überqueren hier den Duoro und eine siebente ist im Bau. Beeindruckend ist aber auch das Treiben am Ufer, es ist Samstag und wir haben das Gefühl, alle Einwohner von Porto sind am Fluss.
Sonntag 12.
Juli 2026
Langsam heißt es Koffer packen und Abschied nehmen. Doch vorher gibt es noch eine interessante Stadtbesichtigung. Zuerst geht es zur gotischen Kathedrale und danach laufen wir zum Bahnhof. Dort zieren große Bilder aus Kacheln die Eingangshalle. Wir machen noch einen kurzen Stadtbummel durch die Souvenirgeschäfte. Dabei stellen wir fest, Porto ist ganz schön steil und bergig.
Zum Abschluss gibt es noch einmal eine Führung durch eine Portweinkellerei natürlich mit Verkostung. Laut Achim war es der beste Portwein, doch mir war meine „Harmonie“ wichtiger. Die Auswirkung der Weinprobe konnte ich dann im Bus erleben, denn an diesem Tag machte Achim eine kleine Siesta.
Unsere Fahrt ging nach Guimaraes, der Wiege Portugals, denn hier wurde der erste König von Portugal geboren. Na ja, den Ausflug hätten wir uns vielleicht sparen können und lieber noch etwas am Ufer und Hafen durch Porto spazieren sollen.
Aber dann genießen wir doch noch das Treiben vom Deck aus und lassen den Tag bei einem kühlen Bier und Aperol Spritz ausklingen.
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| Ein Briefkasten |
Montag 13. Juli
2026
Heute geht es
leider wieder nach Hause. Bis 8.00 Uhr sollen die Koffer vor der Kabine stehen
und 9.00 Uhr holt uns der Bus zum Flughafen ab. Noch ein letztes Mal das
Frühstücksbüffet plündern und uns vom Servicepersonal verabschieden, dann geht
die Heimreise los.
Das Einchecken erfolgt dieses Mal problemlos am Schalter und auch die
Sicherheitskontrolle überstehen wir, allerdings nicht ganz ohne Probleme. Meine
original verschlossene Trinkflasche der Lufthansa muss geleert werden, also
trinken wir sie halt aus. Dann haben wir fast 3 Stunden Zeit und warten,
warten, warten… Unser Flug verzögert sich, weil zu viel Betrieb im Flugkorridor
nach Osten ist, aber mit 30 Minuten Verspätung können wir dann doch starten.
Bei der Zwischenlandung in Frankfurt holen wir uns etwas zum Essen und Trinken. Bloß gut so, denn unser Start nach Berlin verzögert sich auch, weil die Crew wegen einer Verspätung noch nicht an Bord ist! Nach 20 Minuten geht es doch endlich los und wir landen glücklich gegen 20.00 Uhr in Berlin.
Am Flughafen wartet schon der Bus und bringt uns wieder nach Chemnitz.
Irgendwann so
gegen 0.15 Uhr sind wir dann endlich zu Hause. Dort gönnen wir uns ein kühles
Bier auf dem Balkon und lassen unsere Reise damit ausklingen.
Unser Fazit!
Die Flussfahrt war wunderschön, aber der Hin- und Rückflug ist doch ganz schön
lang, besonders durch die Warterei auf dem Flughafen.





















































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